Wer Joost selber ausprobieren bzw. benutzen möchte, kann sich hier ganz einfach das Programm runterladen und Sendungen ansehen. Viel Vergnügen!
Archiv für April, 2008
News??letter, oder, Eine späte Einsicht
Veröffentlicht in Nicht kategorisiert am April 20, 2008 von carlaprojectFür den heutigen Eintrag benutze ich Informationen, welche mir Joost gleich selber geliefert hat, via Newsletter. Schon beinahe wieder vergessen, mich bei Joost in einer Mailing-List eingetragen zu haben, erhielt ich gestern eine Mail die unter dem Titel ‘What’s on this weekend’ Informationen über einen neuen Kanal liefert, welcher jetzt bei Joost läuft und dessen Programme man sich ansehen kann. ‘..this weekend’ klingt sehr aktuell, jedoch ist dies seit dem 23. Februar !! die erste Nachricht. Ob diese Meldungen von nun an häufiger und auch regelmässig verschickt werden, erfahre ich in der nächsten Zeit. Ist dies jedoch nicht der Fall, ist dieser Newsletter ganz klar fragwürdig, vorallem für ein so zukunftsorientiertes Programm wie Joost.
Der Kanal von dem in der Mail die Rede ist, heisst ‘Earth Day Channel’ und ist aufgrund des ‘Earth Day’-Feiertages am 22. April 2008 aufgeschaltet worden. Darin werden unter anderem Sendungen gezeigt, in denen die grössten Naturwunder erforscht werden, oder Erfindungen vorgestellt, welche helfen sollen, eben jene Natur und ihre Wunder zu bewahren.
Ich habe dann natürlich auch eine Sendung angewählt und mir daraufhin ca. 20 min eine Dokumentation über die Beziehung zwischen Mensch und Wasser angesehen. Da sie jedoch gemäss dem Zeitbalken noch wesentlich länger dauern würde und ich eigentlich nicht die Absicht hatte, mir diese Sendung anzusehen, habe ich zur nächsten und wieder zur nächsten weitergezappt. Dabei bin auf eine weitere Verhaltensänderung gestossen, welche das Internetfernsehen generell mit sich zieht.
Sitz der Fernsehbenutzer ruhig vor seinem Fernsehen und sieht sich eine Sendung an, so tut er dies und nur dies. Er isst oder trinkt allenfalls etwas, oder spricht mit anwesenden Personen, aber eigentlich sieht er nur fern. Bei mir beobachte ich immer wieder, dass ich bei der Tätigkeit am Computer meistens mehrere Sachen gleichzeitig bzw. nebeneinander erledige. Ich recherchiere oder lese im Internet, verarbeite das gelesene in einem Worddokument, dabei prüfe oder schreibe ich zwischendurch meine Mails, kontrolliere die Facebook-Aktivitäten von Kollegen oder starte selbst welche, oder ich beantworte eine Chatmitteilung über Skype. Genau gleich handle ich, wenn ich mir die neueste Simpsons-Folge auf Zatoo ansehe: Ich mache dabei noch viel anderes, was mir der Computer bzw. das Internet bietet und das mir gerade in den Sinn kommt. Das ist keine natürlich Verschlechterung gegenüber bisherigen Fernsehen, jedoch komme ich langsam zum Schluss, dass InternetTV nicht mit bisherigem TV verglichen werden kann, wie ich das bisher gedacht habe. Es befriedigt andere Bedürfnisse (siehe auch Blogeintrag vom 6. April), und es erfordert anderes Verhalten. Die Tatsache, wie anders das Medium InternetTV und besonders Joost ist, habe ich bisher nicht beachtet. Möglicherweise wird in Zukunft nicht InternetTV anstatt TV gesehen, sondern zusätzlich, weil es für den User zusätzlichen Nutzen bringt. An diesem Gedanken muss ich dranbleiben, jedoch nicht heute, denn nach der Sendung ‘Giacobbo & Müller’ vor 30 min. bin ich müde und reif fürs Bett.
Auch dies ein Unterschied; denn vor dem Computer schlaffe ich nicht ein.
neues Leitmedium nur für die Neue Welt?
Veröffentlicht in Nicht kategorisiert am April 12, 2008 von carlaprojectObwohl ich mit dem untenstehen Artikel vom 7. April 2008 aus dem E-Market Online die Antwort auf meine Leitfrage bereits ein wenig vorwegnehme, kann ich damit zum ersten Mal in diesem Blog einigermassen aktuell sein.
Joost bleibt in den USA
Der Internet-Videodienst Joost, will laut einem Zeitungsbericht sein internationales Geschäft aufgeben und sich nur noch auf den US-Markt konzentrieren. Grund sei, dass Joost zu wenige Nutzer gefunden und sich nicht genug Senderechte für attraktive Inhalte gesichert habe, berichtete die Londoner „Sunday Times“. Joost galt anfänglich als starker Konkurrent für den populären Videodienst YouTube und hatte den Anspruch, das „Fernsehen der Zukunft“ zu sein. (naf)
Nachdem im Herbst letzten Jahres im Forum des deutschen Joost Community Portals mitgeteilt wurde, dass nun auch Filme in deutscher Sprache, bzw. ins Deutsch übersetzte Filme im Joost-Programm angeboten würden, kommt nun diese Pressemitteilung.
Da meine produktive Phase leider noch nicht über einige kurze Versuchsausflüge hinausgekommen ist, nehme ich nun mal an, dass, falls es jemals Filme in Deutsch angeboten gab, diese nun wieder aus dem Programm gestrichen sind. Bei einem meiner Joost-Versuche habe ich geziehlt nach jenen Filmen gesucht, aber ohne Erfolg. Dadurch ist jedoch nicht zwingendermassen auf das Fehlen der Inhalte zu schliessen, wohl eher auf meine Unerfahrenheit im Inhaltesuchen.
Natürlich werde ich in der ‘Zukunft’, die mir hier noch bleibt, dann wirklich mal herausfinden, wie Joost funktioniert. Und da die Joostmacher sich selber bereits wieder aus dem Rennen der weltweiten Internet-TV-Programmen herausgenommen haben, werde ich mich dann auch soweit als möglich auf die Entwicklung bei den amerikanischen Angeboten konzentrieren, und Annahmen treffen, unter welchen Voraussetzungen es auch im Rest der Welt geklappt hätte.
‘geklappt hätte’ ist nun aber doch ein bisschen voreilig. Mal schaun wies weitergeht, denn nachdem ich lange nur Foren- und Zeitungsbeiträge aus den Jahren 06 und 07 gelesen habe, geht jetzt zumindest wieder mal was. Soviel für heute dazu.
Alle wollen Joost! Oder?
Veröffentlicht in Nicht kategorisiert am April 6, 2008 von carlaprojectAuch auf die Gefahr hin, dass ich mit dem heutigen Blogeintrag ein wenig zu weit nach vorne greife bzw. Lücken bilde, die an einem späteren Zeitpunkt zu schliessen sind, gehe ich heute mal der Frage nach, ob Joost eine Art Medium ist, welche der heutige Internetuser oder Fernseher braucht oder wenigstens angenehm findet. Ich werde heute nur mal erste Gedanken einbringen, und nach genauerer Betrachtung von Joost sicherlich nochmals darauf zurückkommen. Schliesslich gehört die Frage zu meiner Themafrage: Joost – auf der Suche nach dem neuen Leitmedium?
Jörg Rohleder schreibt in der Berliner Vanity Fair vom 9. Februar 2007: „Folgt man Europas führendem IT-Visionär [Niklas Zennström], dann ist Joost die letzte Fernsehinstanz, die wir jemals brauchen werden. Anstatt wie bisher darauf zu hoffen, dass etwas in der Kiste läuft, ist der Zuschauer bei Joost sein eigener Programmchef: weil ihm das, was er sehen will, dann zur Verfügung steht, wann er will.
In einem Artikel der FAZ.Net (Frankfurter Allgemeine) steht: „Die Leute lieben das Fernsehen, aber sie hassen es auch. Sie lieben die manchmal erstaunlichen Geschichten, die reiche Auswahl und die Qualität. Aber sie hassen die Gleichförmigkeit, den Mangel an Auswahl und den Mangel solcher Basisangebote wie Suchfunktionen“, sagt Friis. Diese Mängel können im Internet behoben werden. „Fernsehen, das ist 507 Kanäle und mehr nicht. Wir werden helfen, das zu ändern.“ (Winand von Petersdorff, 27.01.2007)
Mir kommt zum Zeitpunkt der Verfügbarkeit folgende eigene Erfahrung in den Sinn: Viele Filme, die ich auf DVD zu hause habe, schaue ich mir meistens dann, und nur dann an, wenn er im Fernsehen übertragen wird. Natürlich ist dass nicht immer der Fall, aber ich weiss, dass es bei mir oft Momente gibt, in denen ich den Fernseher gerne über das Programm bestimmen lasse. Genauso wie die tägliche Arbeit und der zweimal-wöchentliche Gang nach Zürich zum Unterricht zu meinem geregelten Tagesablauf gehört, tut dies auch der Fernseher. Bestimmt zu einem weniger obligaten, jedoch nicht viel weniger wichtig Teil. Ein weiteres Beispiel von mir dazu: Die Fernsehserie Lost lief jeweils Montagabend um ca. 21.00 Uhr. Ich sass also jeden Montagabend um diese Uhrzeit vor dem Fernseher, und falls das wegen anderen Terminen nicht möglich war, so habe ich mir die Sendung aufgezeichnet oder eine Wiederholung angesehen. Seit ich mir die Serie jeweils ungebunden an einen bestimmten Termin im Internet angesehen habe, hat sich diese Struktur natürlich sofort aufgelöst. Ich sehe mir die Serie spätabends vor dem Einschlafen an oder als Ablendung, wenn ich anderes (wichtigeres) erledigen sollte. Je nach dem, wenn ich gerade Lust habe und vorallem, wenn es mir gerade in den Sinn kommt.
Das klingt super. Klingt nach Freiheit. Man muss damit aber auch umgehen können.
Ich will hier auf keinen Fall allzu philosophisch werden, da es sich um Fernsehen handelt, aber trotzdem stelle ich mir die Frage in wieweit die grosse Masse an Fernsehenden bereit, befähigt und gewillt ist, diese Programm-Freiheit zu managen. Ein lockeres und sinnloses ‘umherzappen’ gibt es dann nicht mehr, oder aber dann mehr im Stile vom Surfen im Internet. Der User muss Input geben und kann nicht mehr nur konsumieren. Es ist so gesehen, eine lohnende Entwicklung, aber ich glaube, dass momentan noch zu wenige bereit sind, ihre bisherigen Gewohnheiten rasch zu ändern. Und um ein Leitmedium zu sein, ist genau das notwendig.
Entwicklung und ‘was ist Joost?’
Veröffentlicht in Nicht kategorisiert am April 1, 2008 von carlaprojectNachdem die Frage nach dem Titel nun lange genug im Raum gestanden hat, hier die Antwort:
Im Oktober 2006 wird The Venice Project von Skype und Kazaa-Gründer Niklaus Zennström und Janus Friis gegründet. Venice Project ist also wie bereits im Namen enthalten ‘bloss’ der Projektname. Am 16. Januar 2007 dann wird Joost als offizieller Name bekanntgegeben. Während der Zeit zwischen Dezember 2006 und September 2007 werden verschiedene Versionen durch stetig wachsende Benutzerkreise ausprobiert. Angefangen bei einer geschlossenen Beta-Phase Ende 2006 erlaubt die offene Beta-Version 0.9.4 den bereits eingeschriebenen Benutzern, je 999 weitere Benutzer (Freunde) einzuladen. Hier ein Beispiel, was sich daraufhin zu Hauf in allen möglichen IT-Foren abspielt:
Der Hype von dem da gesprochen wird ist tatsächlich gewaltig. Und möglicherweise auch begründet. Joost soll besser sein als Zatoo, dem Benutzer Web 2.0-Anwendungen ermöglichen (sogenanntes Fernsehen 2.0) und je nach IP-Adresse des Benutzers auch gleich das Programm des entsprechenden Landes anbieten.
Bevor ich jedoch diese und andere Aussagen austeste und vielleicht bald ähnlich ‘kirre im Kopf’ werde vor Begeisterung, folgt hier erstmals noch eine kurze Beschreibung:
Das Programm Joost stellt eine Internetverbindung her und öffnet einen Player, über den Fernsehen und Filme in hoch auflösender Qualität laufen. Die Daten werden dabei über ein Peer-to-Peer-Netzwerk ausgetauscht (wie Zatoo oder BitTorrent-Anwendungen wie bspw. Azureus).
Folgendes Video noch zum Abschluss. Zwar bestimmt nicht objektiv, aber eindrucksvoll: „..how it should be TV..!“