News??letter, oder, Eine späte Einsicht
Für den heutigen Eintrag benutze ich Informationen, welche mir Joost gleich selber geliefert hat, via Newsletter. Schon beinahe wieder vergessen, mich bei Joost in einer Mailing-List eingetragen zu haben, erhielt ich gestern eine Mail die unter dem Titel ‘What’s on this weekend’ Informationen über einen neuen Kanal liefert, welcher jetzt bei Joost läuft und dessen Programme man sich ansehen kann. ‘..this weekend’ klingt sehr aktuell, jedoch ist dies seit dem 23. Februar !! die erste Nachricht. Ob diese Meldungen von nun an häufiger und auch regelmässig verschickt werden, erfahre ich in der nächsten Zeit. Ist dies jedoch nicht der Fall, ist dieser Newsletter ganz klar fragwürdig, vorallem für ein so zukunftsorientiertes Programm wie Joost.
Der Kanal von dem in der Mail die Rede ist, heisst ‘Earth Day Channel’ und ist aufgrund des ‘Earth Day’-Feiertages am 22. April 2008 aufgeschaltet worden. Darin werden unter anderem Sendungen gezeigt, in denen die grössten Naturwunder erforscht werden, oder Erfindungen vorgestellt, welche helfen sollen, eben jene Natur und ihre Wunder zu bewahren.
Ich habe dann natürlich auch eine Sendung angewählt und mir daraufhin ca. 20 min eine Dokumentation über die Beziehung zwischen Mensch und Wasser angesehen. Da sie jedoch gemäss dem Zeitbalken noch wesentlich länger dauern würde und ich eigentlich nicht die Absicht hatte, mir diese Sendung anzusehen, habe ich zur nächsten und wieder zur nächsten weitergezappt. Dabei bin auf eine weitere Verhaltensänderung gestossen, welche das Internetfernsehen generell mit sich zieht.
Sitz der Fernsehbenutzer ruhig vor seinem Fernsehen und sieht sich eine Sendung an, so tut er dies und nur dies. Er isst oder trinkt allenfalls etwas, oder spricht mit anwesenden Personen, aber eigentlich sieht er nur fern. Bei mir beobachte ich immer wieder, dass ich bei der Tätigkeit am Computer meistens mehrere Sachen gleichzeitig bzw. nebeneinander erledige. Ich recherchiere oder lese im Internet, verarbeite das gelesene in einem Worddokument, dabei prüfe oder schreibe ich zwischendurch meine Mails, kontrolliere die Facebook-Aktivitäten von Kollegen oder starte selbst welche, oder ich beantworte eine Chatmitteilung über Skype. Genau gleich handle ich, wenn ich mir die neueste Simpsons-Folge auf Zatoo ansehe: Ich mache dabei noch viel anderes, was mir der Computer bzw. das Internet bietet und das mir gerade in den Sinn kommt. Das ist keine natürlich Verschlechterung gegenüber bisherigen Fernsehen, jedoch komme ich langsam zum Schluss, dass InternetTV nicht mit bisherigem TV verglichen werden kann, wie ich das bisher gedacht habe. Es befriedigt andere Bedürfnisse (siehe auch Blogeintrag vom 6. April), und es erfordert anderes Verhalten. Die Tatsache, wie anders das Medium InternetTV und besonders Joost ist, habe ich bisher nicht beachtet. Möglicherweise wird in Zukunft nicht InternetTV anstatt TV gesehen, sondern zusätzlich, weil es für den User zusätzlichen Nutzen bringt. An diesem Gedanken muss ich dranbleiben, jedoch nicht heute, denn nach der Sendung ‘Giacobbo & Müller’ vor 30 min. bin ich müde und reif fürs Bett.
Auch dies ein Unterschied; denn vor dem Computer schlaffe ich nicht ein.
April 22, 2008 um 8:43
Zwar habe ich mich in meinem vorletzten Kommentar noch als Couchpotato mit Chips in der einen und der Fernbedienung in der anderen Hand beschrieben aber eigentlich bin ich, wenn ich fernsehe meistens ziemlich aktiv. Deshalb muss ich Deiner Aussage widersprechen, dass Fernsehbenutzer ruhig vor dem TV-Gerät sitzen, während sie eine Sendung konsumieren. Natürlich kann ich nur für mich sprechen, die Gewohnheiten anderer Leute beim Fernseh kucken kenne ich nicht. Seit ich aber die Ausbildung an der HTW begonnen habe, verkommt mein Fernseher immer mehr zur Hintergrundkulisse. Der Apparat läuft zwar aber meine Aufmerksamkeit gehört anderen Dingen. Meistens surfe ich im Internet, schreibe E-Mails oder an meinem neusten Blog-Eintrag oder Joost-Kommentar. Telefonieren geht auch gut, man muss halt einfach den Ton etwas leiser drehen. Der ganz grosse Klassiker ist aber Bügeln, dabei kann man sich auch wieder besser auf die Sendung konzentrieren, allerdings bügle ich selten bis gar nie…Klar, beim Internet bzw. Computer laufen die ganzen Beschäftigungsmöglichkeiten über ein und dasselbe Medium was beim guten alten TV natürlich nicht der Fall ist. Aber Multitasking liegt auf jeden Fall auch drin. Aber dass man vor dem Compi nicht so selig einschlafen kann wie vor dem Fernseher, da gebe ich Dir natürlich recht!