Konkurrenz II
Babelgum ist nicht der einzige Internet-TV-Anbieter neben Joost. Hier folgend noch drei weitere mit ihren Vorzügen und Nachteilen gegenüber Joost.
Um sich Inhalte von Miro anzusehen, muss gleich wie bei Joost ein kleines Programm runtergeladen werden, den Miro Media Player. Anders jedoch als bei Joost und auch anderen Anbieter ist dies eine freie Software und läuft auch auf Mac und Linux. Der Player hiess ehemals „Democracy Player“, wohl weil er auch seltene Formate abspielt. Die einzelnen Sendungen werden im P2P-Verfahren runtergeladen und können danach unterbrechungsfrei immer wieder abgespielt werden. Im Gegenzug zu Joost werden die Inhalte jedoch auf dem Rechner abgespeichert, benötigen also eine Menge Speicherplatz. Die Suche nach dem Gewünschten gestaltet sich sehr übersichtlich, Möglichkeiten wie der Mailkontakt zu Freunden und das Tagging gibt es auch hier. Weiter hilft Miro, falls dies gewünscht ist, sämtliche Videos auf der eigenen Festplatte zu verwalten.
Was die Inhalte betrifft so kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass Miro in etwa Ähnliches bietet wie Joost, aber rein von der Benutzung und Bedienung her war ich, trotz der Wartezeit vom Runterladen, schlussendlich zufriedener mit dem, was ich bekam.
In naher Zukunft wir Miro ebenfalls eine Reiterkarten-Funktionalität (Tab) bekommen. Was Firefox-Usern längst bekannt ist, kommt nun auch hier zum Zug: In einem Fenster können verschiedene Unterfenster geöffnet werden, die alle über die Registerkarten verwaltet werden. Es ist dann möglich, ein Video im Hintergrund laufen zu lassen, während im Vordergrund die Senderliste nach einer anderen Datei durchsucht wird.
Wirklich beeindruckende Inhalte hingegen liefert Veoh. Auf der neuen Plattform Hulu werden neben älteren Shows und Independent-Videos auch aktuelle US-Serien angeboten. Auf ihrer Seite versprechen die Veoh-Macher, aus über 5 Millionen Videos genau dasjenige zu finden, das der User sucht. Und bei mir hat das auch schon funktioniert.. „Lost“ wird gleich zuoberst angeboten.
Jedoch muss ich sagen ‚hätte funktioniert..’, denn die attraktiven Angebote über Hulu sind ausschliesslich mit einer amerikanischen IP abrufbar.
Die letzten hier vorgestellten Anbieter sind iplayer von BBC.
iplayer bietet Usern mit UK-IP die BBC-Programme der letzten 7 Tage frei zur Verfügung an. Wenn BBC also seine Inhalte gleich selber über eine eigene Plattform ins Netz stellt und sie nicht verkauft (oder nur uninteressante Teile davon) wird wohl kein anderer Anbieter bei dessen Publikum mehr Interesse wecken können, vorausgesetzt die Briten sehen sich vor allem gerne ihr eigenes Fernsehen an.
Im folgenden kurzen Werbevideo zeigt sich, wie schön und einfach iplayer auch auf dem iPhone anzusehen ist.
Juni 23, 2008 um 1:17
Hui, aus allen Ecken schiessen sie plötzlich hervor, diese Internet-TV-Anbieter. Da hat man ja wirklich langsam die Qual der Wahl! Wobei, wenn die ganze Fülle an Filmen und Serien wieder nur für den amerikanischen Markt abrufbar ist, dann haben wir ja leider auch nichts davon…unglücklicherweise fehlt mir momentan gerade die Zeit, um mir die verschiedenen Anbieter genauer anzusehen und ihre Vor- und Nachteile miteinander zu vergleichen. Aber ich denke in den kommenden Sommerferien werde ich mir sicher den einen oder anderen Anbieter einmal herunterladen. Es muss doch eine Alternative zu unserem eintönigen Fersehprogramm geben!! Allerdings frage ich mich, wie alle diese Anbieter nebeneinander bestehen können. Zumal sie ja alle mehr oder weniger das selbe anbieten…Gibt es solche, deren Stern bereits wieder am Sinken ist, sobald der erste Hype vorbei ist oder können die Anbieter auf eine treue Kundschaft zählen…
Ich hab zwar kein iPhone aber das Programm von BBC würde ich mir so oder so gerne ansehen!