Um ihr ursprüngliches Ziel zu erreichen, die Fernsehenden auf der ganzen Welt von den Vorschriften des Fernsehprogramms zu befreien und deren Fernsehgewohnheiten zu revolutionieren, müssen die Joost-Macher natürlich auch auf deren Wünsche und Änderungsvorschläge eingehen. Was sie auch tun, in gewissem, möglichem Masse.
Vor allem bieten sie den Joost-Interessierten an, selber an der Verbesserung mitzuhelfen.
Denn „Joost ist nicht nur eine Software zum downloaden und benutzen, es ist auch eine Plattform, die auf viele Arten verbessert und erweitert werden kann. Dev.joost.com ist eine Seite und Plattform für Entwicklerarbeiten an Joost und speziell für Hersteller von Widgets (Anwendungserweiterungen). Die Seite enthält, wie auch die offizielle Joost-Seite, einen Blog, auf welchem die Developers über Neuerungen auf dem Laufenden gehalten werden.
Weiter sind detaillierte Angaben darüber wie man, rein administrativ zum Developer wird angegeben und auch ‚Konstruktions’-Starthilfen und Beispiele. Inwiefern dieses create-your-own-Joost jedoch genutzt wird ist mir schleierhaft. Auf der Suche nach in-process-widgets habe ich rein gar nichts gefunden. Die obgenannten plattformartige Entwicklerarbeit funktioniert also wahrscheinlich nur einseitig. Trotzdem ist die Idee natürlich sehr gut, neben Verbesserungsvorschläge in Foren kann man durch ‚Mitarbeit’ interessierte User gut bei der Stange halten.
Auch andersweitig sucht man um verbessernde, interessante Änderungen:
Künftig wird Joost nicht mehr mittels Programm laufen, sondern web-basiert. Dies ist bestimmt eine Möglichkeit weitere Nutzer zu gewinnen, schon nur, da diese Art nicht Betriebssystemabhängig ist. Zudem soll Joost demnächst auch auf Spielkonsolen laufen, und obwohl gerade das noch sehr Zukunftsmusik ist, wäre damit der mögliche Zuwachs an Usern wohl am grössten. Ein weiterer Coming-Soon-Punkt sind „more social features“. Eine menge neuer aufregender Funktionen, welche genau dies sind, wird jedoch nicht genannt.
Ideen sind also da, und wenn Joost auch nicht das neue Leitmedium wird, dann nicht nur weil die Inhalte zu unspektakulär sind und die Handhabung zu wenig ausgereift, sondern vermutlich auch, weil die grosse Masse der Fernsehenden schlicht noch nicht soweit ist und wir können wohl trotzdem weiterhin gespannt sein, was uns künfig begoten wird und vor allem wie.
Ich schliesse diesen Blog mit den Worten von Kerry Vance (Mitarbeiter von Joost) im Hinblick auf die neue web-basierte Version von Joost.
“..we’re working really hard to build a great platform for video entertainment.”
Gut, macht das, dann sehen wir es uns vielleicht auch an.