Archiv für Juni 26, 2008

Zukunftsmusik

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert am Juni 26, 2008 von carlaproject

Um ihr ursprüngliches Ziel zu erreichen, die Fernsehenden auf der ganzen Welt von den Vorschriften des Fernsehprogramms zu befreien und deren Fernsehgewohnheiten zu revolutionieren, müssen die Joost-Macher natürlich auch auf deren Wünsche und Änderungsvorschläge eingehen. Was sie auch tun, in gewissem, möglichem Masse.

Vor allem bieten sie den Joost-Interessierten an, selber an der Verbesserung mitzuhelfen.

Denn „Joost ist nicht nur eine Software zum downloaden und benutzen, es ist auch eine Plattform, die auf viele Arten verbessert und erweitert werden kann. Dev.joost.com ist eine Seite und Plattform für Entwicklerarbeiten an Joost und speziell für Hersteller von Widgets (Anwendungserweiterungen). Die Seite enthält, wie auch die offizielle Joost-Seite, einen Blog, auf welchem die Developers über Neuerungen auf dem Laufenden gehalten werden.

Weiter sind detaillierte Angaben darüber wie man, rein administrativ zum Developer wird angegeben und auch ‚Konstruktions’-Starthilfen und Beispiele. Inwiefern dieses create-your-own-Joost jedoch genutzt wird ist mir schleierhaft. Auf der Suche nach in-process-widgets habe ich rein gar nichts gefunden. Die obgenannten plattformartige Entwicklerarbeit funktioniert also wahrscheinlich nur einseitig. Trotzdem ist die Idee natürlich sehr gut, neben Verbesserungsvorschläge in Foren kann man durch ‚Mitarbeit’ interessierte User gut bei der Stange halten.

Auch andersweitig sucht man um verbessernde, interessante Änderungen:

Künftig wird Joost nicht mehr mittels Programm laufen, sondern web-basiert. Dies ist bestimmt eine Möglichkeit weitere Nutzer zu gewinnen, schon nur, da diese Art nicht Betriebssystemabhängig ist. Zudem soll Joost demnächst auch auf Spielkonsolen laufen, und obwohl gerade das noch sehr Zukunftsmusik ist, wäre damit der mögliche Zuwachs an Usern wohl am grössten. Ein weiterer Coming-Soon-Punkt sind „more social features“. Eine menge neuer aufregender Funktionen, welche genau dies sind, wird jedoch nicht genannt.

Ideen sind also da, und wenn Joost auch nicht das neue Leitmedium wird, dann nicht nur weil die Inhalte zu unspektakulär sind und die Handhabung zu wenig ausgereift, sondern vermutlich auch, weil die grosse Masse der Fernsehenden schlicht noch nicht soweit ist und wir können wohl trotzdem weiterhin gespannt sein, was uns künfig begoten wird und vor allem wie.

Ich schliesse diesen Blog mit den Worten von Kerry Vance (Mitarbeiter von Joost) im Hinblick auf die neue web-basierte Version von Joost.

“..we’re working really hard to build a great platform for video entertainment.”

Gut, macht das, dann sehen wir es uns vielleicht auch an.

Video-on-Demand – Will das überhaupt jemand?

Veröffentlicht in Nicht kategorisiert am Juni 26, 2008 von carlaproject

Was Joost anbietet ist kostenfreies Video on Demand (VoD) und wird in der Medienindustrie schon seit langem thematisiert. Die technischen Voraussetzungen waren jedoch auch lange Zeit nicht gegeben bzw. eine realistische Verbreitung von VoD wäre nur mit enormem finanziellem Aufwand möglich gewesen.

Mittlerweilen gibt es einige VoD-Anbieter. Entweder via PC oder TV oder auch mobil. Die verschiedenen Geschäftsformen sind Pay-per-View, Download-to-own (Inhalt kann behalten werden) oder im Abonnement. Im Folgenden will ich aufzeigen, dass die Grundvoraussetzungen für Video on Demand, und also auch der Geschäftsidee von Joost, gegeben sind.

Der Konsum audiovisueller Medien, insbesondere des Fernsehens, befindet sich im Wandel. Wichtige Aspekte dabei sind, wie in vorherigen Beiträgen bereits angesprochen, sind der Trend zu mehr zeitlicher Souveränität und inhaltlicher Selektivität. Immer mehr Zuschauer möchten sich von den vorgegebenen Programmplänen lösen. Das vor allem deshalb, weil gern gesehene Inhalte oft nicht zu jenem Zeitpunkt gesendet werden, der für den Zuschauer ideal wäre. Es kann passieren, dass Sendungen deshalb verpasst werden. Ist der Zeitpunkt der Ausstrahlung vorgegeben, so muss der Zuschauer einen relativ grossen Aufwand betreiben, sei es um seinen Tagesablauf auf das Programm abzustimmen oder um die Sendung mittels Aufnahme- und Abspielgerät aufzuzeichnen. Dazu ist jedoch zu sagen, dass ungefähr die Hälfte der Besitzer solcher Aufnahmegeräte diese gar nicht erst zum Aufzeichnen gebrauchen.

Diese Tatsachen stellen eine Chance für Video-on-Demand dar. Die Verkaufszahlen von Videohandlungen unterstützen diese Aussagen. Obwohl das Fernsehen ein immer breiteres Angebot hat, haben sich die Ausleihen in Filmhandlungen von 2000 bis 2005 beinahe verdoppelt. Der Zuschauer will sich also tatsächlich wie bereits gesagt, zeitlich und inhaltlich unabhängig machen. Auch die konkrete Frage, ob Video-on-Demand als eine Ergänzung oder gar Alternative zum traditionellen Fernsehen gesehen wird, bejahen die Hälfte der Befragten.

Als Gründe, weshalb VoD trotzdem abgelehnt wird, werden an erster Stelle die zusätzlichen Gebühren und an zweiter Stelle die Kosten für die neue Technik genannt. Bei Joost ist beides kostenlos.

Weiter wird gefragt, ob Werbung akzeptiert würde, wenn dadurch die Kosten gesenkt oder gar wegfallen würden. Die Antworten sprechen erneut für das Model von Joost, denn die Befragten zeigten sich offen für die Möglichkeit von Werbung, solange das Konsumerlebnis dabei nicht erheblich gestört würde. Werbung zwischen den Sendungen erhält dabei am meisten Akzeptanz.

Generell kann somit gesagt werden, dass Video-on-Demand durchaus Aussichten auf eine weite Verbreitung und festen Bestandteil in der künftigen Medienlandschaft hat. Es müssen nur gute Finanzierungslösungen gefunden werden, denn der Zuschauer ist sich je länger desto mehr an Kostenlosigkeit gewöhnt.

(Hier ist der ganze Artikel, aus dem das meiste den obigen Beitrages entnommen ist)